Mit lautem Getöse.

Chalandamarz

Seinen Ruhm verdankt der Chalandamarz dem beliebtem Schweizer Kinderbuch «Schellen-Ursli» der einheimischen Autorin Selina Chönz. Gefeiert wird dieser Brauch im März. Dann zieht in den Bergregionen, allen voran im Engadin und in der Val Müstair, die Dorfjugend mit Gesang, lautem Kuhglocken-Geläut und Peitschenknallen durch die Strassen.

Der Chalandamarz war früher weitgehend ein Fest für Buben. In der Zwischenzeit wurden in den meisten Gemeinden aber auch Mädchen vollständig in den Anlass integriert. Der Brauch ist von Dorf zu Dorf verschieden. Nebst Glockenklängen erfüllt das Knallen von Peitschen den Chalandamarz. «Hirten» werden die Peitschen schwingenden Halbwüchsigen genannt.

Wenn die Kinder und Jugendlichen mit lautem Getöse durch die Dörfer streifen, gibt es in jedem Haushalt einen Batzen für die Schulreisekasse. Wenn sie Glück haben, dürfen sie bei der Barbla in der Stube Platz nehmen und sich an «chastognas cun latmilch» – an Kastanien mit Schlagrahm – satt essen. Wetten, dass danach die Klänge der schweren Glocken noch viel lauter durch die Gassen klingen?

Video: Chalandamarz in Ardez

Wie erlebt ein Kind den Chalandamarz? Wir begleiten Noemi, Schülerin aus Ardez, durch den Tag. Sie erzählt, warum der Umzug für sie so wichtig ist und was sich verändert hat, seit Mädchen auch mitlaufen.

Watch Chalandamarz in Graubünden: So erlebt Noemi den Brauch in Ardez. on YouTube.

Weitere Informationen 

Auf den nachfolgend verlinkten Webseiten finden Sie Informationen zu Umzügen und lokalen Varianten des Brauchs in einzelnen Regionen.